Tagesgeldzinsen Vergleich

In unserem Tagesgeldvergleich finden Sie die stärksten Angebote für Tagesgeldzinsen der führenden Direktbanken. In unserem Tagesgeld-Ratgeber können Sie sich über die Vorteile von einer Geldanlage mit Tagesgeld überzeugen. Das Sparen mit Tagesgeldzins hat sich bei den Anlegern in Deutschland zu einer sehr beliebten Form der Geldanlage entwickelt. Tagesgeldzinsen versprechen eine gute Rendite bei hoher Flexibilität und voller Sicherheit. Tagesgeldzins ist variabel, die Zinssätze können jederzeit von Seiten der Bank angepasst werden. Eine genaue Berechnung der Rendite aus dem Tagesgeldzins ist von daher nicht vorweg möglich.

Tagesgeldvergleich: Die besten Zinsen für spontane Anleger

Mit einem Tagesgeldvergleich können konservative Sparer auch heutzutage noch kleine Gewinne einfahren. Die Zinsen schmelzen in letzter Zeit immer weiter dahin, jedoch gibt es derzeit dennoch etliche Angebote, die deutlich über der Inflationsrate von aktuell 0,3 bis 0,7 Prozent liegen. Im Juli 2015 sind immerhin noch Zinsen bis 1,10 Prozent für das täglich verfügbare Geld möglich. Ein Tagesgeldvergleich ist daher sinnvoll, um die profitabelsten Angebote von wenig lukrativen Produkten zu trennen. So gibt es auf manchen Tagesgeldzinsen heutzutage schon gar keine Zinsen mehr. Zwischen dem besten und schlechtesten Anbieter lag im Jahr 2014 laut dem Handelsblatt ein enormer Unterschied. Bei einer Einlage von 10.000 Euro machten Kunden mit profitablen Angeboten satte 265 Euro Gewinn. Um eine kleine Rendite zu erwirtschaften, müssen konservative Sparer also nicht zwangsläufig auf riskantere Anlageformen zurückgreifen. Wer sein Geld dagegen immer bei der Bank mit den niedrigsten Zinsen anlegte, hatte am Ende des Jahres ganze 12 Euro an Zinsen gesammelt.

Bei der schlechten Zinsentwicklung des Tagesgelds sind viele Anleger besonders anfällig für Lockangebote mit hohen Prozenten. Dabei handelt es sich jedoch oftmals um Produkte von Geldinstituten mit einer schlechten Bonität oder Angebote mit stark eingeschränkten Leistungen. Unser Team hilft Sparern in diesem Beitrag, seriöse Tagesgeldkonten von Lockangeboten zu unterscheiden. Außerdem nennen wir nicht nur die kurzfristig attraktivsten Konten im Tagesgeldvergleich, sondern insbesondere die Banken, die durch eine hervorragende Zinsstabilität über einen längeren Zeitraum auffallen. Denn eine Zinssicherheit gibt es oftmals gar nicht oder nur über drei oder vier Monate. Nicht jeder Kunde möchte aber vierteljährlich zu einem neuen Anbieter wechseln, wenn die Rendite möglicherweise kleiner wird. Um sich den Aufwand zu ersparen, kann es sich bezahlt machen, stattdessen auf ein langfristig stabiles Angebot zu setzen. Welche Unternehmen bei Finanztest, dem Handelsblatt, Finanztip und Co. besonders hoch im Kurs stehen und welche nicht, erläutern wir in diesem Artikel.

Beim Tagesgeldvergleich nicht nur auf Zinsen schauen

Beim Tagesgeldvergleich fällt Verbrauchern als erstes der Zinssatz ins Auge. Bei Versprechen von 2,5 oder sogar 3,5 Prozent Zinsen ist die Verlockung groß, sein Geld auf einem solchen Konto vermeintlich gewinnbringend anzulegen. Dabei nutzen viele Geldinstitute die hohen Zinsversprechungen vor allem als Marketinginstrument, was weniger erfahrerene Anleger aber nicht durchschauen. Durch hohe Bearbeitungsgebühren oder schwache Zinsen ab einer bestimmten Grenze fällt der effektive Gewinn letztendlich oftmals viel niedriger aus als gedacht.

Nicht selten handelt es sich auch um unvorteilhafte Koppelgeschäfte: Der Kunde muss also beispielsweise mit seinem Girokonto ebenfalls zu dem Anbieter wechseln. Auch kann es vorkommen, dass die Kunden verpflichtet werden, die gleiche Summe wie für das Tagesgeld in einen Fond zu investieren. Wer das nicht möchte, sollte sich nicht darauf einlassen und nach anderen Angeboten umschauen. Beim Tagesgeldvergleich müssen also neben dem Zinssatz auch weitere wichtige Konditionen beachtet werden, die erst bei genauerem Hinsehen deutlich werden.

Checkliste für Tagesgeldvergleich

Die Stiftung Warentest legt für ihre empfohlenen Angebote aus dem Tagesgeldvergleich bestimmte Mindestanforderungen fest. Auch andere Verbraucherschützer legen besonderen Wert auf Bedingungen, die für den Kunden von Vorteil sind. Beim Tagesgeldvergleich sollten Anleger daher insbesondere folgende Aspekte beachten:

  • Der Zinssatz sollte möglichst unbegrenzt gewährt werden. Nicht empfehlenswert sind Angebote mit Abstufungen, beispielsweise 1,2 % für die ersten 5.000 Euro, 0,8 % zwischen 5.000 und 9.999 Euro und ab 10.000 Euro nur 0,4 %. Auch sollte der Sparer mindestens 20.000 Euro und nicht nur kleine Beträge anlegen können.
  • Für größere Summen ist eine Einlagensicherung Pflicht. Sie gewährleistet, dass der Kunde im Fall einer Insolvenz der Bank nicht sein Erspartes verliert. Im gesamten europäischen Raum sind die Einlagen nur bis zu einer Grenze von 100.000 Euro geschützt. Dieser Anspruch ist gesetzlich verbrieft, weitergehende Garantien von deutschen Banken sind freiwillig und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. In Deutschland sind bei den allermeisten Geldinstituten Beträge von mehreren Millionen Euro abgedeckt. Auf niedrige Einlagensicherungen sollten sich Verbraucher auch im Ausland nicht einlassen. Außerdem sollten Kunden maximal 100.000 Euro pro Bank anlegen und größere Summen dementsprechend auf mehrere Geldinstitute aufteilen.
  • Die effektiven Kosten müssen klar ersichtlich sein. Eine Gebühr für die Eröffnung und das Führen des Kontos sind ebenso wenig akzeptabel wie Portokosten für Korrespondenzen oder Transaktionen.
  • Neukunden sollten mindestens drei Monate von einem verbesserten Zinssatz profitieren. Bei einem kürzeren Zeitraum rentiert sich der Vorteil im Tagesgeldvergleich mit anderen Instituten in der Regel nicht.
  • Häufigkeit der Zinszahlung beachten: Für den Kunden ist eine monatliche Auszahlung gegenüber einem vierteljährlichen Bonus von Vorteil. So profitiert er davon, dass im nächsten Monat nicht nur der eingezahlte Betrag, sondern auch die Zinsen mitverzinst werden. Bei 1,0 Prozent Zinsen würden also nach einem Monat beispielsweise statt 10.000 Euro 10.010 Euro verzinst. Das summiert sich mit der Zeit, dieser Zinseszinseffekt ist daher auf Dauer nicht zu unterschätzen.

Hier finden Sie mehr zur Tagesgeld Checkliste.

Max Herbst Finanzberatung: Die besten Zinsen im Tagesgeldvergleich

Eine verlässliche Quelle für die aktuelle Tagesgeldentwicklung ist die Frankfurter Finanzberatung Max Herbst. Die Agentur bildet aus 35 wichtigen Instituten den sogenannten FMH-Index, der die durchschnittlichen Zinsen für das Tagegeld widergibt. Für ein Tagesgeldkonto mit einer Summe von 5.000 Euro liegen die Zinsen im Juli 2015 durchschnittlich bei 0,43 Prozent. Für eine größeres Anlagevolumen von 50.000 Euro erhält der Kunde immerhin 0,39 Prozent obendrauf. Interessant ist aber vor allem die große Zinsspanne von 0,00 bis 1,11 Prozent. Daraus wird deutlich, dass sich ein Tagesgeldvergleich äußerst bezahlt macht. Bei einer Einzahlung von 10.000 Euro gibt es mit einem 1 Prozent Zinsen laut der Finanzberatung über ein halbes Jahr immerhin ein wenig mehr als 50 Euro Zinsen.

Im Tagesgeldvergleich der FMH finden manche Angebote keine Berücksichtigung. Ausgeschlossen sind etwa die beiden Produkte mit hohen Zinsen der DAB Bank (3,50 %) sowie der Consorsbank (3,00 %). In beiden Fällen ist nämlich ein Übertrag des Depotkontos für Wertpapiere als Voraussetzung für den Abschluss eines Tagesgeldkontos notwendig. Die fünf besten Anbieter im Tagesgeldvergleich unterscheiden sich bei der FMH ein wenig je nach Höhe der Anlage. Für ein kurzfristiges Geschäft sind die folgenden Anbieter empfehlenswert.

Bestes Tagesgeldkonto von 10.000 Euro bis 50.000 Euro

Platz Geldinstitut Zinssatz Einlagensicherung in…

  1. Renault Bank Direkt 1,10 % Frankreich
  2. Mone You 1,05 % Niederlande
  3. Consorsbank 1,00 % Deutschland/Frankreich
  4. NIBC Direct 1,00 % Niederlande
  5. Advanzia Bank 0,90 % Luxemburg

Quelle: Finanzberatung Max Herbst, Juli 2015

Bei allen Angeboten entspricht der Zinssatz auch der tatsächlichen Rendite. Das ist bei den ebenfalls vergleichsweise hochverzinsten Produkten von Wüstenrot (1,11 %), der Audi Bank sowie Volkswagen Bank (jeweils 1,10 %) nicht der Fall. So liegt die Rendite bei den beiden Banken der Autohersteller nur bei 0,83, bei Wüstenrot sogar nur bei 0,81 Prozent. Dazu kommt, dass die Zinsen für Bestandskunden deutlich geringer sind als für Neukunden. So gilt die Zinsgarantie bei der Audi Bank ebenso wie bei der Volkswagen Bank nur für vier Monate, danach beträgt der Kurs aktuell statt 1,1 % nur noch geringe 0,3 %. Bei der drittplatzierten Consorsbank gilt die Zinssicherheit für 12 Monate – dies ist zwar ein enorm langer Zeitraum für Tagesgeld, danach müssen sich Bestandskunden aber mit 0,4 Prozent zufrieden geben. Die höchsten Zinsen für ihre eigenen Kunden haben aktuell Mone You (1,05 %) und die Renault Bank (1,00 %). Jedoch können sich diese Kurse jeden Tag ändern, eine Garantie für die Zukunft gibt es also nicht.

Wer sich regelmäßig durch einen Tagesgeldvergleich auf dem Laufenden hält und immer die aktuell besten Zinsen in Anspruch nehmen möchte, kommt um häufige Wechsel des Anbieters nicht herum. Das rentiert sich laut Inhaber Max Herbst aber erst ab einem Unterschied von 0,25 Prozent Zinsen.

Langfristiger Tagesgeldvergleich von Finanztip

Weniger aufwendig und dennoch fast so lukrativ ist es, langfristig auf ein Geldinstitut mit überdurchschnittlichen Zinsen und gleichzeitig guter Bonität zu vertrauen. Die Redaktion von Finanztip empfiehlt zu diesem Zweck vier Unternehmen, welche die unabhängigen Experten als vertrauenswürdig und ebenso lukrativ erachten:

Dazu gehört auch Mone You, das auch im Tagesgeldvergleich bei Max Herbst positiv auffällt. Neben der hohen Zinsen von 1,05 Prozent, von dem auch Bestandskunden profitieren, spricht auch ein solides Rating von “A” durch die Agentur Moody für die Marke, die zu dem niederländischen Unternehmen ABN Amro gehört. Zwar können die Zinsen täglich geändert werden, jedoch erwies sich das Geldinstitut in der Vergangenheit zumeist als sehr stabil. Laut dem Handelsblatt waren die Kurse in 2014 in 50 von 52 Wochen unter den Top 3 der besten Tagesgeldkonten. Ein kleiner Nachteil ist allerdings die vierteljährliche Verzinsung.

Ebenfalls empfehlenswert ist nach Ansicht von Finanztip Cosmosdirekt. Die hohen Zinsen von 1,00 % sind für 12 Monate garantiert und das Geld ist zudem äußerst sicher abgedeckt. Allerdings lohnen sich Einlagen nur bis zu einer Grenze von 25.000 Euro, da es bei größeren Summen nur 0,5 Prozent Zinsen gibt. Die Zinsen werden ebenfalls in einem Rythmus von drei Monaten gutgeschrieben.

Weiterhin gilt auch das Angebot der RaboDirect als langfristig stabil. Die Zinsen von aktuell 0,85 Prozent werden monatlich gutgeschrieben. Zudem überzeugt das niederländische Geldinstitut durch ein hohes Standard & Poors-Rating von “AA”. Kreditausfälle sind demnach sehr unwahrscheinlich.

Auch die PBB Bank (Deutsche Pfandbriefbank) zählt mit 0,8 Prozent Zinsen pro Jahr zu den empfohlenen Anbietern. Vorgänger war die Hypo Real Estate, die 2009 verstaatlicht und mit der Deutschen Pfandbriefbank AG fusioniert wurde. Durch die staatliche Kontrolle sind die Einlagen gut abgesichert. Allerdings müssen Kunden mindestens 5.000 Euro einzahlen und die Auszahlung erhalten sie nur vierteljährlich.

Empfohlene Tagegeldkonten im Überblick

Geldinstitut Zinssatz Zinssicherheit Auszahlung Einlagensicherung in…

  • Mone You 1,05 % variabel vierteljährlich Niederlande
  • Cosmosdirekt 1,00 % 12 Monate vierteljährlich Deutschland
  • ab 25.000 €:
  • 0,5 %
  • RaboDirect 0,85 % variabel monatlich Niederlande
  • PBB Direkt 0,8 % variabel vierteljährlich Deutschland

Quelle: Empfehlung nach Finanztip, Daten zur Auszahlung nach kritische-anleger.de; Juli 2015

Tagesgeldvergleich bei Finanztest: ING-Diba Testsieger 2014

Nicht zu verwechseln mit Finanztip ist die Zeitschrift Finanztest, die von der Stiftung Warentest herausgegeben wird. In ihrer Aussage 08/2014 durchleuchtete die Finanztest die besten Direktbanken für Tagesgeld. Im Großen und Ganzen fällt der Ertrag im Online-Geschäft größer aus als bei Filialbanken. Jedoch beobachteten die Tester auch kleine Probleme. Beispielsweise verweigerten einige wenige Anbieter das Sperren des Kontos bei einem Verlust der Zugangsdaten.

Im Tagesgeldvergleich von 22 Direktbanken gingen die Kriterien Kontoeröffnung, Kontoführung, Haftung und Sicherheit mit in die Bewertung ein. Als deutlicher Testsieger erwies sich die ING-Diba mit ihrem Extra-Konto und dem Qualitätsurteil sehr gut (1,2). Besonders hervorragend waren die Haftung und die Sicherheit des Angebots. Die Verzinsung von seinerzeit 0,8 Prozent und 1,25 Prozent für Neukunden war zudem überdurchschnittlich hoch.

Auf den nächsten beiden Pläzten platzieren sich zwei Unternehmen, die auch von Finanztip hervorgehoben werden. Jedoch liegen sie mit einigem Abstand hinter der ING-Diba zurück. Auf Platz zwei folgt Rabo Direct mit dem Konto Tagesgeld. Die Niederländer erhielten eine gute Note (1,8). Für kurzfristige Einlagen ist das Angebot eher weniger geeignet, da die Kontoeröffnung (Note 2,7) nicht komplett reibungslos verlief. Für längeres Sparen ist das Angebot aber absolut empfehlenswert.

Das drittplatzierte Unternehmen Mone You erreichte mit dem Konto “Tagesgeld” die Note 2,1. Vor allem die Eröffnung des Kontos und die Sicherheit waren vorbildlich. Schwächen werden jedoch bei der Kontoführung (3,3) deutlich. Zudem bleibt die Haftung hinter der ING-Diba und der Rabo Direct zurück.

Durchgängig gut ist die VW Bank Direkt mit dem Plus Konto Top Zins. Das Finaztest-Urteil lautet gut (2,1). Hervorragend sind Haftung und Sicherheit, nur für die Kontoführung gab es leichte Abzüge. Dicht dahinter folgen die Produkte der 1822Direkt (Zins Cash) und der Net-m Privatbank 1891 (Private Cash). Beide Anbieter kamen auf eine 2,2, was einer guten Bewertung entspricht. Beide Unternehmen fallen jedoch bei der Kontoführung etwas ab.

Tagesgeldvergleich bei Finanztest

Platz Geldinstitut Konto Note

  1. ING-Diba Extra-Konto sehr gut (1,2)
  2. Rabo Direct Tagesgeld gut (1,8)
  3. Mone You Tagesgeld gut (2,1)
  4. VW Bank Direkt Plus Konto Top Zins gut (2,2)
  5. 1822Direkt ZinsCash gut (2,2)
  6. Net-m Privatbank Private Cash gut (2,2)

Quelle: Finanztest 08/2014

Die schlechtesten drei Direktbanken schnitten immerhin besser als 4,0 ab. Dennoch reichte es für sie nur zu einer ausreichenden Note. Dazu gehört die Garanti Bank (Kleeblatt Sparkonto) mit dem Qualitätsurteil 3,6. Mit der Denizbank (Online Sparen Tagesgeld; Note 3,7) und der Advanzia Bank (Advanziakonto; Note: 3,8) wurden zwei Geldinstitute schlecht bewertet, die in der Übersicht der Max Herbst Finanzberatung regelmäßig auf vorderen Plätzen auftauchen.

Handelsblatt: Tagesgeld in Deutschland sicherer angelegt

Das Handelsblatt rät daher dazu, sich nicht nur auf die Zinsvergleiche zu verlassen. Ein offensichtliches Beispiel ist die Piräus Bank, die bis vor kurzem mit 1,15 Prozent vergleichsweise hohe Zinsen für Tagesgeld anbot. Durch den drohenden Staatsbankrott Griechenlands war das Geld aber nur unzureichend abgesichert, so dass das Angebot ein äußerst niedriges Rating (CCC) aufweist. Für Anleger bedeutet das ein hohes Risiko, bei einer Insolvenz nichts oder nur wenig von dem Geld zurückzuerhalten.

Als ein anderes, wenn auch weitaus weniger dramatisches Beispiel für das Risiko im Ausland nennt das Handelsblatt die Sberbank, die aufgrund der Mehrheitsanteile eine russische Staatsbank ist. Die Sberbank schneidet im Tagesgeldvergleich regelmäßig gut ab. Die Bonität ist laut der Rating-Agentur Fitch aber nur “BBB-“, also gerade noch besser als eine erhöhte Verwundbarkeit. In Deutschland agiert das Tochter-Unternehmen als Sberbank Direct, die in Österreich beheimatet ist. Gedeckt sind die Einlagen nur zu Hälfte durch die Banken & Bankiers GmbH und andere Institutionen aus unserem Nachbarland. Die restliche Hälfte müsste der österreichische Staat übernehmen, das zuletzt im Fall der Bank Heta die Begleichung der Schulden bis Mai 2016 verschob. Der Bankkunde ist also letztendlich auf das Verhalten des jeweiligen Staates angewiesen.

Im Zuge der Staatschuldenkrise wird es beim Tagesgeldvergleich immer wichtiger, durch welches Land die Einlagen abgesichert sind. Kaum ein Einlagensicherungsfond ist laut der Wirtschaftszeitung im Stande, die Kunden bei einer Insolvenz ohne staatliche Gelder auszuzahlen. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg konstatiert daher gegenüber der Handelsblatt: „Deshalb ist für Sparer die Frage wichtig, ob das jeweilige Land ausreichend zahlungsfähig ist, um im Notfall für das Sicherungssystem der Einlagen auch einzustehen.“

In der Finanzkrise mussten viele deutsche Sparer um ihre Einlagen bei der isländischen Kaupthing-Bank bangen. Erst nach vielen Monaten hatten die 34.000 Anleger Erfolg und bekamen sogar den vollen Betrag zurück überwiesen. Die Erfahrungen mit hochverzinsten Tagesgeldkonten im Ausland sind also nicht immer positiv. „Bei einer Pleite ist es einfacher, in Deutschland zu seinem Recht zu kommen“, erklärt daher Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ebenfalls gegenüber dem Handelsblatt.

In der Regel sind die Banken jedoch darauf bedacht, die Tagesgeldzinsen konstant hoch zu halten um die Kunden zufrieden zu stellen. Für Neukunden gibt es häufig so genannte Akions-Zinsen, dabei werden dem Kunden für einen bestimmten Zeitraum von z.B. 6 Monaten die Tagesgeldzinsen garantiert. Erst nach Ablauf der Aktion kann der Zinssatz dann wieder angepasst werden. Als klarer Vorteil zeigt sich bei Tagesgeld die hohe Flexibilität.

Tagesgeldzinsen machen flexibel

Anders als bei Festgeld, wo die Rendite in der Regel höhere ist aber die Flexibilität außen vor bleibt, können Anleger jederzeit über das angelegte Geld auf dem Tagesgeldkonto verfügen. Somit ziehen viele Tagesgeldzinsen vor, weil im Fall der Fälle ein finanzieller Engpass nicht zu Problem führen kann. Die Tagesgeldzinsen in Deutschland orientieren sich am Leitzins der europäischen Zentralbank (EZB) und liegen derzeit je nach Bank zwischen 1,00 % und 2,00 % p.a., wobei für diese Angabe nur die höchsten Tagesgeldzinsen der führenden Banken und Direktbanken und verglichen wurden. Vergleich Sie auf den folgenden Seiten die aktuellen Tagesgeldzinsen und informieren Sie sich über Einlagensicherung, Verfügbarkeit und Kontoführung.

Hohe Tagesgeldzinsen gibt es nicht nur auf Tagesgeldkonten sondern teilweise auch in Verbindung mit kostenlosen Girokonten. So bietet die DKB z.B. ein kostenloses Girokonto an, auf dem Guthaben mit 1,05 % p.a. verzinst wird. Der Vorteil liegt auf der Hand: Das Geld ist auf dem Girokonto verfügbar und trotzdem wird es taggenau verzinst bei monatlicher Zingsgutschrift. Besonderer Vorteil beim DKB Cash Girokonto: Das kostenlose Girokonto beinhaltet ebenfalls gebührenfreie Kreditkarten für den Kontoinhaber und den Partner. Sie finden das DKB Cash der Deutschen Kreditbank in unserem Vergleich für Tagesgeldzins.

FAQs zu Tagesgeld

Tagesgeldzinsen VergleichEine Geldanlage in sichere Anlageformen gehört nicht für risikoaverse Anleger zum guten Ton. Insbesondere Sparer mit geringen Summen ziehen eine sichere Form der Geldanlage vor. Was es genau mit Tagesgeldzinsen auf sich hat und alle wichtigen Eigenschaften von Tagesgeld sollten im Folgenden kurz vorgestellt werden:

Wie hoch ist die Rendite aus Tagesgeldzinsen ?

Bei der Geldanlage gilt: Umso höher das Risiko, desto höher i.d.R. auch die mögliche Rendite. Tagesgeld gehört zu den ganz sicheren Anlageformen mit einer nahezu ausgeschlossenen Möglichkeit von Kapitalverlust. Natürlich liegen Tagesgeldzinsen daher auch eher unter dem Niveau von Renditen aus Fonds oder Aktien – sofern es denn an der Börse nach vorne geht. Spätestens seit 2009 wissen viele Anleger, das es auch dramatisch nach unten gehen kann. Wer dieses Risiko nicht eingehen möchte, ist mit Tagesgeldzinsen oder Festgeldzinsen bestens bedient. Keineswegs gehört das Sparen mit Tagesgeld zu den ertragsschwachen Möglichkeiten, viele Bürger haben immer noch hohe Summen auf Sparbüchern oder Girokonten liegen und erhalten keine Zinsen bzw. weniger als 1 % pro Jahr. Zusammenfassend lässt sich sagen, Tagesgeld stellt eine wichtige Komponente im Portfolio eines jeden Anlegers dar, egal ob eher spekulativ oder sicher orientiert ist. Einen festen Bestandteil des Vermögens auf einem Tagesgeldkonto zu haben bringt Sicherheit für etwaige kurzfristige finanzielle Engpässe oder sonstige Ereignisse. Wer alles auf Aktien setzt, möchte bei fallenden Kursen eventuell nicht verkaufen und kommt somit nicht an Liquidität. Sollte das komplette Vermögen in Festgeld investiert sein, hat der Anleger entweder die vertraglich vereinbarte Anlagedauer abzuwarten oder aber hohe Strafzinsen zu zahlen für eine vorzeitige Verfügung. Tagesgeld ist täglich verfügbar, gut verzinst und sehr sicher. Viel mehr Argumente zählen häufig nicht.

Können Kosten für ein Tagesgeldkonto anfallen?

Grundsätzlich ist das nicht der Fall. Sowohl die Kontoeröffnung als auch die Kontoführung ist dauerhaft kostenlos. Es würde auch keinen Sinn machen, eine Gebühr seitens der Bank zu verlangen. Die Bank ist schließlich auf die Einlagen der Kunden auf dem Tagesgeldkonto angewiesen und zahlt dafür Zinsen. Ist es durchaus auch möglich, verschiedene Tagesgeldkonten zu eröffnen und so von schwankenden Tagesgeldzinsen bei den Banken zu profitieren. Sicherlich mag es den ein oder anderen Fall geben, wo Gebühren anfallen. Dies könnte z.B. eine Zweitausfertigung der Zinsbescheinidung oder eine Rücklastschrift sein, für die Gebühren anfallen. Grundsätzlich gilt aber: Das Sparen mit Tagesgeld ist gebührenfrei.

Muss ich Steuern auf Tagesgeldzinsen zahlen?

Ja, wie für jeden anderen Ertrag aus Geldvermögen auch, müssen Zinsen aus Tagesgeld versteuert werden. Die 2009 eingeführte Abgeltungsteuer liegt bei 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5%) und fällt sofort bei Zinsgutschrift durch die Bank an. Wer also beispielsweise 100 Euro Zinsertrag durch Tagesgeldzinsen erwirtschaftet hat, würde zum Stichtag der Zinsausschüttung automatisch 25% (plus SoliZ) abgezogen bekommen. Die Bank führt die Steuern direkt an das Finanzamt ab und eine Angabe in der Steuererklärung ist nicht weiter notwendig. Damit kleine Sparer nicht belastet werden, gibt es den so genannten Sparerfreibetrag. Dieser liegt bei 801 Euro pro Person (750 Euro Sparerfreibetrag + 51 Euro Werbungskosten) und kann mit Kapitalerträgen verrechnet werden. Dafür muss der Bank ein so genannter Freistellungsauftrag vorliegen. Dieser wird in der Regel sofort bei Kontoeröffnung mit verschickt und muss nach Bearbeitung an die Bank zurückgeschickt werden. Liegt beispielsweise ein Freistellungsauftrag über 50 Euro vor, wird bis zu der Höhe von 50 Euro keine Abgeltungsteuer abgezohen. Für Zinserträge aus Tagesgeldzinsen darüber hinaus, muss die Bank jedoch die Abgeltungsteuer abziehen und abführen. Freistellungsaufträge können beliebig bei den Banken aufgeteilt und in jeder Höhe gestellt werden. Wer das vergisst, hat nicht automatisch Geld verloren. Die abgeführten Zinsertäge aus den Tagesgeldzinsen können über die Einkommensteuererklärung zurückgeholt werden. Dies geschieht dann natürlich erst einige Monate später.

Welche Alternativen haben ich zu Tagesgeldzinsen?

Eigentlich gibt es kaum sinnvolle Alternativen zu Tagesgeld, wenn man Wert auf die Eigenschaften dieser Anlageform legt (Flexibilität, Sicherheit, Zinsertrag, Kosten). Um es kurz zu machen: Einlagen auf dem Girokonto oder Sparbuch werden deutlich schlechter bis gar nicht verzinst. Als direkt Konkurrenz zu Tagesgeld kann Festgeld gewertet werden. Hier handelt es sich jedoch eigentlich um eine ganz eigene Form der Geldanlage. Festgeld wird für einen festgelegten Zeitraum angelegt und eine Verfügung ist in der Zwischenzeit nicht möglich. Somit liegt ein grundliegender Unterschied zu Tagesgeldzinsen vor. Die Rendite aus Festgeld kann zwar höher sein, der Anleger nimmt jedoch auch einige Einschränkungen in Kauf. In der Praxis empfiehl sich eine Mischung aus Festgeld- und Tagesgeldzinsen. Wer zudem auf die Börse nicht verzichten möchte, kann mit einem Anteil des Vermögens Aktien, Fonds und andere Anlageprodukte kaufen.

Tagesgeld – Eine flexible Anlageform mit hoher Sicherheit

Ein Tagesgeldkonto bietet die Möglichkeit, sein Geld bei sehr hoher Sicherheit zu einem guten Zinssatz inklusive täglicher Verfügbarkeit anzulegen. Auch Kündigungsfristen existieren für Tagesgeldkonten nicht, im Gegensatz zu anderen Anlageformen, wie zum Beispiel Aktienfonds oder Festgeld. Der Kunde kann das Konto jederzeit schließen oder ruhen lassen. Fast jede Bank auf dem internationalen wie deutschen Bankenmarkt bietet ihren Kunden die Möglichkeit, ein solches Konto zu eröffnen. Jeder Kunde kann Tagesgeldkonten bei beliebig vielen Banken eröffnen, die Anlageform unterliegt in diesem Bereich keinerlei rechtlicher oder bankeninterner Restriktionen.

Tagesgeld unterliegt einigen bewährten Prinzipien:

1. Verzinsung

Der Zinssatz für ein Tagesgeldkonto bezieht sich, wie bei nahezu jedem Anlageprodukt, auf den Zeitraum eines Jahres. Die Abkürzung p.a., „per annum“, zeigt dies an. Jedoch ist es den Banken freigestellt, die Zinsen in anderen Intervallen, beispielsweise monatlich, viertel- oder halbjährig, auszuzahlen und viele Kreditinstitute machen davon Gebrauch. Der Vorteil eines kleineren Zahlungsintervalls für den Kunden besteht darin, dass der Zinseszins-Effekt stärker zum Tragen kommt. Zusätzlich steigt seine Liquidität, da er die Zinsen schneller erhält und aufgrund der täglichen Verfügbarkeit dementsprechend auch schneller auf das Geld zugreifen kann.

Ein theoretischer Nachteil besteht darin, dass laut dem Funktionsprinzip von Tagesgeld jede Bank die Möglichkeit hat, die Zinsen für ihre Tagesgeldkonten täglich zu ändern. Der Zinssatz ist also variabel und kann jederzeit nach oben, wie auch nach unten angepasst werden. In der Praxis bieten Banken allerdings meist einen festen Zinssatz auf Tagesgeld für einen gewissen Zeitraum an, oft ein halbes oder ganzes Jahr, um neue Kunden zu akquirieren. Dieser Zins ist vertraglich vereinbart und kann dementsprechend im Vertragszeitraum nicht verändert werden.

Auch sind die Banken daran interessiert, die Zinsen mittel- bis langfristig stabil zu halten, damit die gewonnenen Kunden nicht innerhalb kurzer Zeit wieder zu anderen Banken wechseln. Es konnte in empirischen Untersuchungen gezeigt werden, dass kurzfristige Zinssenkungen beim Tagesgeld einer einzelnen Bank sehr schnell dazu führten, dass die Bank einen erheblichen Anteil ihrer Anleger an die Konkurrenz verlor. Dies demonstriert die starke Marktmacht der Kunden in diesem Anlagebereich, es entstehen für sie keine Wechselkosten und sie erhalten de facto ganzjährig gute Einstiegsangebote anderer Banken. Die Verzinsung für ein Tagesgeldkonto ist immer höher als für Sparbücher und Girokonten.

Die Gründe dafür sind schnell gefunden: Einerseits sind es Innovationen wie die Online-Kontoführung, die die Kosten für die Kreditinstitute stark reduzieren. Andererseits das offensive Marketing der Banken, die stets versuchen neue Kunden zu gewinnen, um ihnen auch andere Anlageprodukte wie Fonds und Wertpapiere anzubieten, von denen die Bank stärker profitiert. Der langfristige Zinssatz orientiert sich am Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB). Fazit: Tagesgeldkonten bieten eine hohe Verzinsung die sich im Vergleich zu Girokonten und Sparbüchern immer lohnt. Zinssätze sollten in einem Tagesgeld Vergleich vergleichen werden.

2. Gebührenfreiheit

In der Regel sind Tagesgeldkonten kostenfrei, es fallen keinerlei Kontoführungsgebühren an. Gebühren können nur selten für gewisse Aktivitäten in Zusammenhang mit einem Tagesgeldkonto anfallen. Beispielsweise würde eine Bank Gebühren nehmen, wenn ein Lastschrifteinzug zu Gunsten des Tagesgeldkontos auf dem Girokonto nicht eingelöst wird. Dabei handelt es sich aber um außergewöhnliche Gebühren, da sowas normalerweise nicht vorkommen sollte. Die reine Kontoführung und die Ausführung von Transaktionen ist grundsätzlich kostenlos. Auch hier führte der technologische Fortschritt der letzten Jahre zu mehr Transparenz für die Kunden.

Andere Anlageformen wie Girokonten sind oft nur für bestimmte Personengruppen, z.B. Schüler und Studenten, gebührenfrei. Beim Tagesgeld gilt dies für alle Privatkunden. Auch eine Mindesteinlage wird nie gefordert. Fazit: In Punkto Gebühren ist ein Tagesgeldkonto fast jeder anderen Anlageform überlegen.

3. Online Kontoführung

Im Vordergrund steht die technologische Entwicklung, insbesondere das Internet. Den Banken ist es nun möglich, ein Konto ausschließlich online zur Verfügung zu stellen. Eine Kontoführung per Brief, Telefon oder durch Filialbesuch wird dabei ausgeschlossen, wodurch für alle Beteiligten große Vorteile entstehen. Die Bank profitiert vom technologischen Fortschritt, indem sie weniger Filialen zur Verfügung stellen muss, was bedeutet, dass riesige Kostenblöcke wie Filialmiete/-bau, Schalterpersonal, Parkflächen etc. entweder stark reduziert werden, oder gar komplett entfallen. Dies ist bei sogenannten „Direktbanken“ der Fall, die jegliche Form der Kontoführung ausschließlich online bzw. per Telefon/Fax anbieten. Der Kunde profitiert davon, indem für ihn der Gang zur Filiale entfällt, vor allem jedoch durch einen weit höheren Tagesgeldzins bzw. allgemein bessere Konditionen.

Er bekommt bessere Tagesgeldzinsen bei einer hohen Sicherheit bis zur Einlagensicherungsgrenze der jeweiligen Bank. Siehe Punkt 5. Der Markt für Direktbanken und online geführte Konten ist seit der rasanten Verbreitung des Internets in den letzten 15 Jahren durchgängig stark gewachsen und zeigt in der aktuellen Finanzkrise eine besondere Stabilität, da keinerlei direkte Verbindung zwischen den Tagesgeldkonten und der Börse besteht. Fazit: Ein Tagesgeldkonto ausschließlich online zu führen ist sehr empfehlenswert, bietet der Bank und dem Kunden Vorteile und stellt die Basis für eine gute Verzinsung dar.

4. Tägliche Verfügbarkeit

Das auf einem Tagesgeldkonto angelegte Geld ist, wie der Name es nahe legt, täglich verfügbar. Bei der Eröffnung des jeweiligen Kontos, legt der Kunde in der Regel ein sogenanntes „Referenzkonto“, meist ein Girokonto, fest, auf dieses kann er das Geld ausgehend vom Tagesgeldkonto jederzeit transferieren und es dort wie üblich für Überweisungen, Barauszahlungen etc. nutzen. Der Geldtransfer nimmt die übliche Zeit für eine Überweisung in Anspruch, laut einer EU-Gesetzesneuerung darf diese in Kürze keine 2 Werktage mehr überschreiten, es ist sogar geplant, diese Frist auf einen Werktag zu verkürzen, sehr zur Freude der Verbraucher.

Manche Kreditinstitute bieten auch eine Bankkarte zum Tagesgeldkonto an, mit der das Geld direkt am Automaten abgehoben werden kann. Lediglich eine direkte Bezahlung, wie bei EC-Karten oder VISA-Karten, wird ausgeschlossen. Fazit: Die Verfügbarkeit des Geldes steht derjenigen anderer Anlageprodukte wie Sparbücher und Girokonten in nichts nach, der Kunde profitiert von einer hohen Liquidität. Einziges Manko: Das Konto kann in der Regel nicht für Überweisungen oder Kartenzahlungen genutzt werden.

5. Sicherheit

Gerade in Zeiten der aktuellen Finanzkrise rückt die Sicherheit der Anlageprodukte immer mehr in den Fokus von Öffentlichkeit, Politik und der gesamten Wirtschaft. Egal ob der Kunde sein Geld für Tagesgeldkonten oder andere mündelsichere Anlageformen zur Verfügung stellt, er möchte sicher sein, dass er es jederzeit verzinst und in voller Höhe auszahlen kann, ohne lange warten zu müssen oder es sogar verlieren zu können. Der Konkurs der US-Investmentbank „Lehman Brothers“ und die bekannten Folgen für die Bankenlandschaft, wie Zwangsverstaatlichungen de facto bankrotter Kreditinstitute weltweit, „bank runs“ wie bei Northern Rock in Großbritannien etc. erregten große Unsicherheit bei den Anlegern.

Beitrag vom Januar 2012, daher stimmen die Zinssätze nicht mehr heute.

Staaten weltweit reagierten darauf mit einer Anhebung der sogenannten Einlagensicherungsgrenze. Am 30. Juni 2009 änderte die Europäische Union die Gesetze zur Einlagensicherung wie folgt ab: Die Einlagensicherungsgrenze in Deutschland beträgt 100% bis zu einem Maximalbetrag von 50.000 €. Dieser Schutz ist die so genannte gesetzliche Einlagensicherung und wird von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken geboten.

Da viele Länder bemüht sind, die inländischen Sparer durch hohe Garantien zu beruhigen, wird diese Sicherung allerdings häufig noch übertroffen. So garantiert zum Beispiel Italien seinen Sparern eine Einlagensicherung auf 100% bis zu 103.000 €, die Niederlande 100% bis zu 100.000 € und in Deutschland ist sie bei vielen Kreditinstituten sogar faktisch unbegrenzt! Deutsche Kunden können von all diesen Angeboten profitieren, da sich ein Wechsel sehr einfach gestaltet, meist reicht eine Online-Anmeldung und eine Identifizierung im PostIdent-Verfahren. Die staatliche Einlagensicherung ist zudem nicht die einzige Form der Risikominimierung für die Kunden. Auch die Banken selbst bieten freiwillig weitergehende Sicherungen an. So gibt es in Deutschland den Einlagensicherungsfonds der jeweiligen Bankverbände, in den alle angeschlossenen Geldhäuser einzahlen. In anderen Ländern existieren ähnliche Institutionen.

Sollten Kunden einen sechsstelligen oder größeren Betrag anlegen wollen, können sie diesen auf mehrere Tagesgeldkonten verteilen um ein Verlustrisiko, selbst bei Konkurs verschiedener Banken, auszuschließen. In unserem Tagesgeldvergleich finden Sie zu allen Banken neben dem aktuellen Tagesgeldzins auch eine Angabe zur Einlagensicherungshöhe. Selbst kleine Direktbanken wie die Netbank garantieren durch die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsverbund pro Kunde einen Betrag bis zu 9,8 Millionen Euro. Das bedeutet für die meisten Anleger quasi einen vollständigen Schutz Ihrer Einlagen.

Fazit: Der Kunde muss sich um seine Einlagen auf Tagesgeldkonten keine Sorgen machen und findet mit Tagesgeld eine sichere Alternative besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

 

Wer sich im Internet über Tagesgeldzins informiert, achtet meistens nur auf den Zinssatz der jeweiligen Banken. Umso höher der Zinssatz, um so besser das Tagesgeldangebot könnte man meinen. Leider ist diese Denkweise nicht immer ganz richtig. Banken locken häufig mit Tagesgeldzins, der gar nicht bedingungslos für die gesamte Einlage auf dem Tagesgeldkonto gilt. Diese Lockangebote der Banken sollen neue Kunden gewinnen mit augenscheinlich guten Konditionen. Am Ende zählt nur die Rendite, die mit dem Tagesgeldzins am Ende des Jahres erzielt wird. Die Rendite kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nach dem ob z.B. die Zinsgutschrift monatlich oder quartalsweise erfolgt oder ob der angebotene Tagesgeldzins für längere Zeit gilt oder nur für 3 oder 6 Monate. Worauf Sie genau achten müssen, wenn Sie Zinsen im Tagesgeldzins Vergleich vergleichen, erläutern wir im Folgenden:

Tagesgeldzinsen für Neukunden

Diese Variante um Neukunden zu locken, ist bei den Banken sehr beliebt. Wenn ein Tagesgeldzins nur für Neukunden gilt, bedeutet dies, das jeder Kunde der bereits bei eben dieser Bank Kunde ist, nicht in den Genuss des Zinssatzes kommt. Dem so genannten Bestandskunden wird fast immer einn Standardzins zugeteilt, welcher deutlich niedriger ist als der Zins für Neukunden. Der Tagesgeldzins für Neukunden ist immer zeitlich befristet und läuft z.B. nach 6 Monaten oder an einem bestimmten Datum aus. Danach ist der Neukunde ebenfalls ein Bestandskunde und kommt nicht mehr in den Genuss des Zinssatzes, den er damals im Vergleich gefunden hat. Da ein Angebot für Neukunden fast nie für mindestens 12 Monate gültig ist, kann der Zinssatz auch nicht verwendet werden, um die Effektiv-Rendite zu berechnen. Beispiel: Die Bank XYZ bietet Neukunden einen Tagesgeldzins in Höhe von 2,00% an, garantiert für 6 Monate nach Kontoeröffnung. Nach Ablauf dieser Zeit wird das Guthaben mit dem Standardzins in Höhe von 1,00% verzinst. Die effektive Rendite würd 1 Jahr beträgt also nur 1,50 %, dem Durchschnitswert zwischen 2,00% und 1,00%.

Tipp: Tagesgeld-Hopping – Hiermit ist der sofortige Wechsel des Tagesgeldkontos gemeint, wenn der Zinssatz für Neukunden ausgelaufen ist. Da ein Tagesgeldkonto kostenlos ist, ist diese Methode effektiv aber auch etwas aufwändig.

Tagesgeld mit Stufenzins

Der Stufenzins beschreibt einen von der Anlagesumme abhängigen Tagesgeldzins. Der oferrierte Zinssatz gilt dann nur für einen bestimmten Betrag, z.B. bis 10.000 Euro. Jeder Euro über dieser Grenze wird meistens mit einem niedrigeren Satz verzinst. Wer also z.B. 50.000 Euro anlegen möchte, sollte darauf achten, dass der beworbene Zinssatz auch für den gesamten Anlagebetrag gilt. In manchen Fällen wird für höhere Anlagesummen auch ein höherer Tagesgeldzins geboten. Achten Sie darauf, das bei diesem Stufenzins der höhere Zins für den gesamten Betrag gilt und nicht nur für den die Grenze der Stufe übersteigenden Teil der Anlagesumme.

Bonuszinsen für Tagesgeld

Wer einen Sparplan über mehrere Jahre abschließt, bekommt oft Bonuszinsen für die kommende Jahre. Diese Angebote sehen auf den ersten Blick oft gut aus, rentieren sich aber häufig nur mäßig. Wo wird z.B. für da 1 Jahr ein Zins i.H.v. 1,00% angeboten, im 2 Jahr 1,50%, im 3 Jahr 2,00% und im letzten Jahr 2,50%. Diese Zinssteigerungen sehen zuerst einmal gut aus. Häufig wird in den jeweiligen Jahren aber nur der Betrag mit dem höheren Zins verzinst, der in diesem Jahr eingezahlt worden ist. Die Einzahlung aus dem 1 Jahr wird dann im letzten Jahr immer noch mit 1,00% verzinst, während der im letzten Jahr eingezahlte Betrag mit 2,50% verzinst wird. Berechnen Sie die Rendite genau z.B. durch eine Berechnung in Excel und die Addition der Erträge aus allen Jahren.

Tagesgeldzins für Depots

Banken die Depots anbieten, sind besonders interessiert an neuen Kunden. Durch Käufe und Verkäufe von Wertpapieren fallen meistens Gebühren an, an denen die Bank sehr gut verdient. Wer also mit seinem Depot zu einer neuen Bank wechsel, erhält oft erstaunlich gute Zinsen auf Tagesgeld. Dieses Angebot dient aber lediglich dazu, den Kunden dazu zu bewegen, das alte Depot zu kündigen und alle Posten auf das neue Depot zu übertragen. Wer das macht, kann sehr gute Tagesgeldzinsen erhalten. Die Banken Cortal Consors und DAB Bank bieten fast immer Angebote für Depotwechsler an und sind auch in unserem Tagesgeldzins Vergleich vorhanden.

Fazit zum Thema Zinsangebote

Achten Sie in jedem Fall darauf, wie lange das Angebot gültig ist, für welchen Betrag der Tagesgeldzins gilt und wie hoch der Standardzins nach Ablauf der Aktion ist. Wer einen Sparplan über mehrere Jahre abschließt sollte die Rendite entweder selber berechnen oder die Bank nach einer Berechnung der Effektiv-Rendite fragen. Wer ein Angebot für Neukunden wahrnimmt, sollte dazu bereit sein, nach einigen Monaten das Konto wieder zu wechseln. So können immer die aktuell besten Zinsen verdient werden.